Geschmiedetes Essbesteck

 

Nie mehr IKEA-Holzbesteck!

Es schaut ja nett aus und es hat uns jahrelang gute Dienste geleistet,aber mir war fad und mir ist nix mehr eingefallen, das ich noch basteln könnte ;-)

Also hab ich mir eine Beschäftigung für das Lagerleben gesucht.

Dabei heraus kam eine kleine, im Boden eingegrabene Feldesse, betrieben mit einem Handblasebalg. Für den Anfang reichte es und am Fest auf Schloss Egg machte ich mich erstmals ans Werk.

Eigentlich wollte ich Pfeilspitzen schmieden, aber was anfangen mit den Dingern, wenn man keinen Bogen hat?!

Also was praktisches, was man immer brauchen kann, was man bei jedem Fest benötigt und auf das man eigentlich nicht verzichten sollte....

Met! Aber der wird gebraut und nicht geschmiedet.

Und so beschloss ich eben neues Essbesteck zu fabrizieren.

Das Material war wieder der Standartbaustahl 6x6mm der auch schon bei den Trinkhornhaltern Verwendung fand.

Ablängen und Eindrehen erledigte ich vorab zuhause.

In der Esse sorgte normale Holzkohle für die nötige Hitze die erfahrungsgemäß für kleine Teile leicht reicht. Der Blasebalg genügt zwar, schreit aber förmlich nach einem Eigenbau. Dieser wird folgen!

Als ersten Arbeitsschritt formte ich die Spitzen bzw. die Klinge aus. Anschließend die eingedrehten Enden des Griffteils. Überraschend leicht ging die Klinge des Messers von der Hand. Der immer dünner werdende Stahl erhitzt sich sehr leicht und macht das Schmieden recht einfach.

Und so werde ich bei den kommenden Festen immer öfter mit rußigem Gesicht zu sehen sein. Mein Fluchen wird über die Zelte hallen, wenn ich mir wieder mal die Finger verbrenn, aber unser Lager hat wieder ein paar nette Accessoires mehr!

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